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29.6.10

Die Amortisation

Der Begriff Amortisation stammt ursprünglich aus dem Französischen und leitet sich von dem Wort "amortier" ab, was auf deutsch soviel wie "tilgen" bedeutet. Im Zusammenhang mit Darlehen wird der Begriff Amortisation daher sehr oft als Synonym für das Zurückzahlen von Geldern und das damit verbundene Absinken der Darlehensschuld verwendet.

Wesentlich häufiger findet sich der Begriff Amortisation jedoch im Bereich der Anlagegüter, wo er denjenigen Prozess benennt, dass die Einnahmen eines bestimmten Gutes im Laufe der Zeit die (zumeist anfänglichen) Kosten aufholen und sogar übersteigen. Finanztechnisch wird dieser Punkt, der Punkt ab dem eine Investition Gewinn abwirft, als Break Even Point bezeichnet.

Erwirbt man ein bestimmtes Anlagegut, entstehen zu Beginn Kosten - in der Regel für die Anschaffung an sich, aber auch mit der Anschaffung verbundene Zusatzkosten müssen mit in die kalkulatorischen Gesamtkosten aufgenommen werden. Aber auch während dem Erzielen von Umsatz, also während des Amortisationsprozesses entstehen noch Kosten, welche dann als laufende Kosten berücksichtigt werden müssen und den Amortisationszeitpunkt weiter nach hinten verschieben.

Möchte man die Amortisationsdauer genau errechnen, muss man die Anschaffungskosten also nur durch die Summe der Abschreibungen (lineare oder degressive Afa), des durchschnittlichen Gewinns und der kalkulatorischen Zinsen teilen.

Die meisten Anlagegüter sind darauf ausgelegt, sich möglichst schnell zu amortisieren, sich also schnell in die Gewinnphase zu bewegen. Es gibt jedoch auch Modelle, die besonders zum Einsparen von Steuern benutzt werden. Bei diesen Modellen ist es nicht notwendig, dass sich das Wirtschaftsgut in einem bestimmten Zeitraum amortisiert. Hier dienen vielmehr die kalkulatorischen Verluste der Anfangszeit dazu, Gewinne aus anderen Einnahmequellen so wegzurechnen, dass keine großen Steuerschulden entstehen. Ist die Amortisation dann erfolgt, muss entweder eine neue Investition getätigt oder aber eine hohe Steuerlast in Kauf genommen werden.

Beim Errechnen des genauen Amortisationszeitpunkt müssen oft Veränderungen in den einzelnen Bestandteilen der Berechnungsformel bedacht werden - eine Leistung, die durch private Anleger kaum erbracht werden kann. Genau aus diesem Grund gibt es Berechnungstools, die sich eben auf diese Aufgabe spezialisiert haben. Mit diesen Programmen ist es also möglich, genau zu errechnen, wann man seinen persönlichen Break Even Point hat, wann man also mit einer bestimmten Anlage in die Pluszone vorstößt.

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