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16.10.08

Die Inhaberschuldverschreibung

Bei einer Inhaberschuldverschreibung handelt es sich um eine Spezialform der Schuldverschreibungen. Im Gegensatz zu einer normalen Schuldverschreibung wird bei einer Inhaberschuldverschreibung der Besitzer des Papiers jedoch nicht namentlich auf dem Dokument erwähnt - vielmehr ist derjenige Besitzer der Schuldverschreibung, in dessen Besitz sich das Papier befindet.

Inhaberschuldverschreibungen gibt es in den unterschiedlichsten Arten und Gestaltungsformen. In der Regel werden Sie von Unternehmen oder Banken emittiert, es kann jedoch durchaus auch sein, dass Inhaberschuldverschreibungen als Sonderform der Staatsanleihen herausgegeben werden (Dies wird z.B. evtl. zur Finanzierung der Rettungspakete durch die Bundesregierung nach dem Bankencrash 2007/2008 der Fall sein).

Wenn eine Bank als Emittent einer Inhaberschuldverschreibung auftritt, dann verfolgt sie damit das einfache Ziel, sich Gelder für den mittel- bis langfristigen Bereich zu organisieren. Diese Gelder werden dann wieder dem Kreditkreislauf der Bank zur Verfügung gestellt und können somit zum ganz normalen Tagesgeschäft eines Kreditinstitutes gezählt werden.

Aber auch Unternehmen haben mitunter großen Kapitalbedarf, der nicht immer durch die Ausgabe von Aktien befriedigt werden kann / soll. Ist dies der Fall können auch Unternehmen als Emittenten einer Inhaberschuldverschreibung auftreten, wobei es gänzlich egal ist, ob das jeweilige Unternehmen im In- oder im Ausland beheimatet ist. Schließlich sind die weltweiten Kapitalmärkte vernetzt wie noch niemals zuvor.
Unternehmensanleihen, die als Inhaberschuldverschreibungen emittiert werden, können dabei sowohl als normale, festverzinste Papiere, als auch als Wandelanleihen aufgelegt werden. Bei einer Wandelanleihe handelt es dabei um eine Schuldverschreibung, die zum Ablauf entweder ausgezahlt oder in Aktien des Unternehmens getauscht werden kann. Damit dies technisch auch möglich ist, wird die Anlage technisch mit einer Call-Option, also einem Derivat, verknüpft.

Gerade mit der letztgenannten Art von Inhaberschuldverschreibungen haben Anleger gute Chancen und hohe Sicherheiten miteinander verknüpft. Sollten sie Aktienkurse während der Laufzeit der Anleihe steigen, kann der Anleger von seiner Wandeloption gebrauch machen, sollten die Kurse fallen, lässt er sich einfach den Gegenwert der Anleihe auszahlen und vergibt somit die Inanspruchnahme der Option.

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