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8.5.08

Nominaler Jahreszins - Nominalzins

Bei Kreditverträgen aller Art wird grundsätzlich zwischen dem so genannten "nominalen Jahreszins" und dem "effektiven Jahreszins" unterschieden. Für den Verbraucher ist zwar grundsätzlich nur der effektive Zins interessant, der nominale Zins ist jedoch für die Banken der entscheidende Faktor.

Warum ist das so?
Nun, der nominale Zins eines Darlehens ist im Grund genommen der "nackte" Zins, also der Haupt-Kostenfaktor, der für ein Darlehen entscheidend ist und das Geld, was die Bank verdient. Zu dem "effektiven Zins" wird der nominale Zins erst dadurch, dass eine unterjährliche Zahlweise und sämtliche sonstigen Vertriebs- und Abschlusskosten die Gesamtbelastung verändern.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Nehmen wir an, ein Mensch nimmt einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro auf und bekommt dafür von seiner Bank einen Zinssatz von 6% nominal zugesagt.
Nehmen wir weiter an, es entstünden bei dieser Bank weder Vertriebs- noch Servicegekosten und der Kunde würde jährlich seine Raten an die Bank bezahlen. In diesem Fall läge die reine Zinsleistung, exklusive jeder Tilgung, bei genau 600 Euro pro Jahr.

Da es aber faktisch kaum ein Kreditangebot gibt, bei dem man so rechnen könnte, ist es immer wichtig, den Effektivzins zu betrachten und mit diesem Indikator Kredite zu vergleichen. Streng genommen ist der Effektivzins überhaupt keine eigene Größenordnung, es handelt sich hier schließlich nur um den nominale Zins zzgl. etwaiger Gebühren und unter Berücksichtigung einer unterjährlichen Zahlweise. Die Kreditinstitute sind jedoch laut PAngV (Preis-Angaben-Verordnung) verpflichtet, den Nominalzins immer auch als Effektivzins auszurechnen und im Kreditvertrag auszuweisen.

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