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20.6.10

Der Sollzinssatz

Bereits die ersten Geldgeschäfte der Menschheit waren Kreditgeschäfte: Ein Mensch hat einem anderen Menschen etwas geliehen und dafür etwas mehr zurückbekommen, als er investiert hat. Auch wenn das System heute deutlich komplexer geworden ist und Kreditinstitute heute die Funktion des Leihenden übernommen, hat sich am Grundsätzlichen nichts geändert. Noch immer muss der Kreditnehmer etwas mehr Geld zurückzahlen, als er sich geliehen hat. Die "Leihgebühr" bezeichnet man dabei als Sollzinssatz, teilweise auch als Aktivzins oder sie wird schlicht als Kreditzins bezeichnet.

Alle Kreditinstitute funktionieren nur dadurch, dass sie sich Gelder leihen und für diese einen bestimmten Satz an Zinsen zahlen. Eben diese Gelder werden dann wieder an andere Menschen verliehen und es werden Sollzinsen verlangt. Die Differenz aus dem Sollzinsen und den ausgezahlten Habenzinsen bildet dann die Gewinnmarge des Kreditinstituts ab.

Zwar ist diese Darstellung deutlich vereinfacht und in der Realität noch wesentlich komplexer, ganz grundlegend bildet das Leihen und Verleihen von Geldern aber immernoch die Basis eines jeden Kreditinstituts.

Der Sollzinssatz wird in der Regel in einem Von-Hundert-Satz angegeben und bezieht sich stets auf diejenige Kreditsumme, die zum Berechnungstermin als Negativsaldo auf dem Darlehenskonto abgebildet ist.
In seiner ursprünglichen Definition wurde der Sollzinssatz nicht für alle Darlehen angewendet, sondern beschrieb nur jene Gebühr, die für das Inanspruchnehmen einer möglichen Kreditlinie auf einem Girokonto verlangt wurde. Sofern aber diese Kreditlinie durch weitere Verfügungen überschritten wird, heißt auch der Sollzins nicht mehr Sollzins, sondern wird zum Überziehungszins. Dieser ist in der Regel noch weit teurer, als der normale Sollzins.
In den letzten Jahren wurde der Begriff Sollzinssatz jedoch immer häufiger auch im Zusammenhang mit allen anderen Formen von Darlehen verwendet, sodass man ihn heute schlicht mit jeder Art des Kreditgeschäftes in Verbindung bringen kann.

Die Sollzinsen für Kredite fallen von Kreditinstitut zu Kreditinstitut höchst unterschiedlich aus, sodass man keinesfalls einfach den nächstbesten Kredit abschließen sollte - zum Beispiel in seiner Hausbank. Wesentlich sinnvoller ist es da, man schließt einen Kredit erst dann ab, wenn man im Vorwege eine ausgiebige Recherche über einen Kreditvergleich durchgeführt hat und somit weiß, dass der Kreditvergleich den günstigsten Sollzinssatz herausgesucht hat. Auf diese Weise vermeidet man, mehr Geld für Zinsen zu bezahlen, als unbedingt notwendig ist.

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